Für mehr Informationen auf den Flyer kicken

Wieso sind höhere Steuern nicht angebracht

Gegen jede Vernunft
Jetzt nach Corona-Krise/Lockdown mit Notrecht, Kurzarbeit und drohender Rezession noch höhere Steuern zu verlangen!

Facts: Die Schweiz zählt heute etwa 1.5 Mio. Kurzarbeitende. Das bedeutet, fast jeder dritte Arbeitnehmer wird vom Staat durchgefüttert. Über kurz oder lang wird ein Teil dieser Menschen arbeitslos werden. Zum einen, weil Firmen die bereits vor der Krise knapp dastanden es nicht schaffen, zum anderen weil einige durch den Nachfragerückgang zur Aufgabe/gar in den Konkurs gezwungen werden. Während Bund und Kanton dies verstanden haben, scheint diese  Hiobsbotschaft in Bremgarten nicht angekommen zu sein!

Uneinsichtig beharrt der Stadtrat/Innen auf einer 3% Erhöhung der Steuern, um Sie liebe Einwohnerinnen und Einwohner in dieser schwierigen Zeit zusätzlich zu belasten.

 

Während also Sie den Gürtel enger schnallen müssen, geht die Party in der Stadt-Verwaltung ungebremst weiter! 

Ein zusätzliches Lohnprozent (welches rund einem Viertel der geplanten 3%-Steuererhöhung entspricht) für die Angestellten, die sich weder von Kurzarbeit noch von drohender Kündigung und Arbeitslosigkeit fürchten müssen! Wo bleibt die Solidarität?

Gemäss SECO war 2019 die Jahresteuerung +0,5%, im 2020 wird gar eine Negativteuerung erwartet. Deshalb ist der Budgetposten: Besoldungen 3010.00 für die Jahre 2020/21 ersatzlos zu streichen.

 

 

Nach dem Lockdown: alle Steuerzahler/Innen müssen staatskritischer werden, es braucht ein Umdenken, vieles passt beim Staat und in Bremgarten nicht mehr zusammen!

 

Facts: Schluss mit den Leerläufen im Verwaltungsapparat. Unsere Stadträte/Innen werden fürstlich für ihre Pensen entlöhnt. Wenn es wie bei uns, für die Erhöhung des Stellenpensums einer Abteilung (Sozialdienst) um gut ein Viertel (von 430% auf 550%) ein externes Gutachten braucht, dann hat Schlichtwegs die Führung auf ganzer Linie versagt. 

Die Befürworter der Steuererhöhung erklären immer wieder, dass die Nettoschuld der Einwohner über die nächsten 5 Jahre aufgrund der geplanten Investitionen bei einem zu tiefen Steuerfuss zu einem Rekordhoch ansteigen werde.

Die Stadt selbst argumentiert in Ihrem Abstimmungsbüchlein zum Budget 2020 (aber auch schon in den Vorjahren) damit, dass die Nettoschuld pro Einwohner knapp unter der Marke von 2’500.-  Franken liegt. Diese Marke hat der Kanton für die Nettoschuld I festgelegt.

"Die Nettoschuld I pro Einwohner wird als Gradmesser für die Verschuldung verwendet. Eine Pro-Kopf-Verschuldung bis 2'500 Franken kann als tragbar eingestuft werden."
 
Anders als die Stadt Bremgarten teilt der Kanton nicht nur einfach die Schulden der Stadt durch die Anzahl Einwohner, sondern er berücksichtigt auch noch das Finanzvermögen. Und siehe da, nach der Berechnung des Kantons hat Bremgarten nicht eine Nettoschuld I pro Einwohner, sondern ein Nettovermögen in Höhe von CHF 1153.- pro Einwohner im Jahr 2018. Diese Zahl können Sie, geschätzte Einwohnerinnen und Einwohner jederzeit in der Finanzstatistik 2018 des Kantons Aargau überprüfen.

Bitte beachten Sie das Minus-Zeichen:
https://www.ag.ch/de/dfr/statistik/statistische_daten/statistische_daten_details/dynamische_detailseite_10_96192.jsp
Gemeindefinanzstatistik 2018 (eDossier) (XLSX, 390 KB)
 
Diese kleine, aber bedeutende Differenz scheint der Aufmerksamkeit der Befürworter des Budgets entgangen zu sein. Die erwähnte rekordhohe Verschuldung zeugt von einer geringen Kenntnis der jüngeren Finanzgeschichte Bremgartens auf Seiten der Befürworter. Die etwas älteren Einwohner erinnern sich sicher noch gut, dass die Schulden pro Kopf vor 10 Jahren bedeutend über 2’700.- lagen.